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Eulenspiegel
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BeitragVerfasst am: Di Sep 01, 2015 09:16:05    Titel: Antworten mit Zitat
 
Ronin hat Folgendes geschrieben:
Wocyloh kommt dann mit der Fähre und humpelnder VX aus Bergen nach DK.

Voraussichtlich Freitag oder Samstag, treffen wir uns dann in Hirtshals zum Radwechsel...

Leider weiss ich definitiv erst am Mi, ob ich losfahren kann.
Habe also nichts dagegen wenn es noch einen Plan B gibt.

Klärt doch mal telefonisch ab, wie lange der Transport via UPS/DHL nach Bergen dauert. Evtl. ist das sogar schneller und unser Pechvogel ist rascher wieder on road.
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Tux ist ein "Kollege" von mir. Wer das ist? Pssst!
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Ronin
VX-Geselle


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BeitragVerfasst am: Di Sep 01, 2015 12:10:29    Titel: Antworten mit Zitat
 
Eulenspiegel hat Folgendes geschrieben:

Klärt doch mal telefonisch ab, wie lange der Transport via UPS/DHL nach Bergen dauert. Evtl. ist das sogar schneller und unser Pechvogel ist rascher wieder on road.


Gute Idee, kann gerne jemand übernehmen. Smile

Bin zeitlich im Moment etwas eingespannt, ausmessen/wiegen, Verpackungsmaterial organisieren (ich habe nicht mal ausreichend Packband, geschweige denn Kartonage etc. hier), einpacken und versenden ist bei mir im Moment nicht drin. Dazu kommt noch das Abklappern der Dienstleister und dann wiederum abklären, ob die evtl. erhöhten Expresskosten im Budget sind.

Das Rad/Fender einpacken geht sozusagen im Vorbeigehen. Mach ich, kein Problem. Und sollte es dann doch nicht gebraucht werden, weil sich eine bessere Lösung ergeben hat, ist das völlig ok.
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Luzerner
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BeitragVerfasst am: Di Sep 01, 2015 13:28:14    Titel: Antworten mit Zitat
 
Bei DHL kostet der Expressversand um die 270€, Normalversand 80€. Rechenbeispiel: Sperrgut bis 20 kg

Mit der UPS Webseite komm ich irgendwie nicht klar Confused
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die Neue
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BeitragVerfasst am: Di Sep 01, 2015 14:18:45    Titel: Antworten mit Zitat
 
Embarassed Ich liebe euch. Dieses Forum ist der Hammer, hier werden sie geholfen:
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Eulenspiegel
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BeitragVerfasst am: Di Sep 01, 2015 14:30:50    Titel: Antworten mit Zitat
 
Luzerner hat Folgendes geschrieben:
Bei DHL kostet der Expressversand um die 270€, Normalversand 80€. Rechenbeispiel: Sperrgut bis 20 kg

Mit der UPS Webseite komm ich irgendwie nicht klar Confused

Ich hab's mal probiert. Express ca. 277€, normal 88€.
Bei Abholung bis 18:00 Uhr in Nürnberg:
Express 1 Tag
Normal: 6-7 Tage

Angaben ohne Gewehr - äh, Gewähr. Wink
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WupperJoe
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 02, 2015 00:12:06    Titel: Antworten mit Zitat
 
die Neue hat Folgendes geschrieben:
Embarassed Ich liebe euch. Dieses Forum ist der Hammer, hier werden sie geholfen:
geht nicht gibt's nicht

Hier bleibt keiner im Regen stehen.
Hier wird dir geholfen, eben das beste Forum der Welt. Wink
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Jürgen

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Ronin
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 02, 2015 08:47:58    Titel: Antworten mit Zitat
 
Habe nun ein paar Bilder von dem Schaden gesehen, ist nicht so dramatisch, das Moped ist im Prinzip fahrtüchtig, ob man das machen will/kann/soll...tja...?

Die Felge hat eine Beule, d.h. der Felgenrand liegt nicht mehr sauber am Reifen an. Luft wird anscheinend keine verloren. Der Fender ist an den Tauchrohren sauber amputiert.

Ich fahre in wenigen Std. gemütlich los. E-Teile sind dabei.

Wenn jemand so nett ist und in den nächsten Tagen das Anzugsmoment für die Bremsscheibe postet, wäre das toll.

Er hat eine neuen B-Scheibe drauf und falls wir die Felge tauschen machts Sinn die Neue (nicht "Die Neue" Laughing ) zu übernehmen. Ok, charmant ist anders... Smile )

In wenigen Std gehts los...
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Joerg#1
Scheff


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BeitragVerfasst am: Mi Sep 02, 2015 09:20:36    Titel: Antworten mit Zitat
 
Gut gemacht!!

Wer unterwegs Anzugsmomente braucht: Stehen hier http://www.vx800.de/content.php?mid=7&umid=4

Ich habs mal rausgesucht: Bremsscheibe 18-28 Nm (mit flüss. Schraubensicherung verbaut)
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Beste Grüße. Joerg mit der SilberVX.

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WupperJoe
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 02, 2015 09:22:52    Titel: Antworten mit Zitat
 
Hallo Ronin,

der Anziehdrehmoment für die Achswelle beträgt 36-52 Nm und für die Bremmsscheibe 18-28 Nm.
Für die Schrauben der Bremmsscheibe nicht die Schraubensicherung (Loctite 272) vergessen. Wink

Gute Fahrt und gutes Gelingen wünscht

Jürgen
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WupperJoe
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 02, 2015 09:25:48    Titel: Antworten mit Zitat
 
... bin immer zu spät. Confused Crying or Very sad
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wocyloh
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 04, 2015 01:23:51    Titel: Antworten mit Zitat
 
Ronin hat Folgendes geschrieben:
Habe nun ein paar Bilder von dem Schaden gesehen, ist nicht so dramatisch, das Moped ist im Prinzip fahrtüchtig, ob man das machen will/kann/soll...tja...?


Sodale, im Endeffekt hat Ronin damit alles gesagt.
Ich muss mich eigentlich schon entschuldigen hier so ein Fass dafür aufgemacht zu haben. Embarassed
Das gute Eisenschwein war (und ist) auch mit der Delle eigentlich voll fahrtüchtig, verliert höchstens minimal mehr Luft als sonst. Habe heute die 1100 km von Hirtshals nach Erlangen problemlos runterfahren können. Den Urlaub weiterfahren war mir dann doch etwas heikel, denn mit Bergen hatte ich schon echt "Glück" was den Ort für den Unfall anging. Wäre in Deutschland/Dänemark was schiefgegangen hätte ich den Transport der Guten wenigstens bezahlen können. Morgen bringe ich sie erstmal zum Mech meines Vertrauens und lass mir einen Kostenvoranschlag für die Versicherung machen. Dann wird die Gute schon wieder. Smile

An dieser Stelle möchte ich mich erst einmal ganz furchtbar herzlich bei euch allen besorgten & hilfreichen hier im Forum bedanken.
Besonderer Dank nochmal an Jörg107 & Ronin, die mir sofort den Versand oder eben sogar das persönliche Vorbeibringen der Teile angeboten haben.
Mit so einer Reaktion hatte ich bei meinem ersten frustrierten Post nicht gerechnet.
Sollte ichs nächstes Jahr aufs Treffen schaffen, sind ganz offenbar ein paar Bier meinerseits auszugeben. Smile

P.S.:
Einen Reisebericht schieb ich natürlich auch noch nach. Wink
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Eulenspiegel
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 04, 2015 08:14:02    Titel: Antworten mit Zitat
 
Nochmal eine Frage dazu:
wocyloh hat Folgendes geschrieben:
ADAC weigert sich das "wertlose" Motorrad zurückzuführen. Endstation Bergen. Evil or Very Mad Crying or Very sad

Wonach bemisst der ADAC den Wert eines Töffs (oder anderen Fahrzeugs)? Im Fall eines (wirtschaftlichen) Totalschadens würde ich das ja verstehen, aber eine kaputte Felge fällt doch wohl nicht darunter???
Dazu kommt doch noch, dass im Fall des Verbleibs des beschädigten Fahrzeugs im Ausland die ausländische Importsteuer anfallen würde. Oder habe ich auch dies missverstanden?
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die Neue
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 04, 2015 11:08:41    Titel: Antworten mit Zitat
 
Zu welchem "Zeitpunkt" hat's dich denn erwischt?
Und ik freu mir schon auf den Reisebericht Wink
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wocyloh
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 04, 2015 11:31:42    Titel: Antworten mit Zitat
 
[quote="Eulenspiegel"]Nochmal eine Frage dazu:
wocyloh hat Folgendes geschrieben:

Wonach bemisst der ADAC den Wert eines Töffs (oder anderen Fahrzeugs)? Im Fall eines (wirtschaftlichen) Totalschadens würde ich das ja verstehen, aber eine kaputte Felge fällt doch wohl nicht darunter???


Tja Eule, die Frau vom ADAC hat am Telefon was von 2000 Rückführungskosten gefastelt. Dann hat sie bei mobile.de mit der Jahr der Erstzulassung und den gefahrenen Kilometern ein "vergleichbares" Modell gesucht. Das lag dann eben bei ca. 1500€. Also lohnte sich das schon nicht mehr für die Gelben.
Hätte ich sie per Fähre und Spedition nach Hause schieben müssen wäre ich wohl knapp bei 400€ Transportkosten gelandet, kann das also nur bedingt nachvollziehen.
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Ronin
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BeitragVerfasst am: Do Sep 10, 2015 23:04:50    Titel: Geochaching Antworten mit Zitat
 
Freut mich das Du es heil nach Hause geschafft hast. Cool
Das Ersatzrad hat es immerhin bis Båstad (und noch ein wenig weiter) in Schweden (und wieder zurück) geschafft:



Hatte schon überlegt den Fender und das Rad dort zu verbuddeln, so als Geocache. Wink

In diesem Örtchen gibt es übrigens einen Ghostrider:
Ein schwarzer, schneller und extrem lauter Roller mit schwarz gekleidetem Fahrer war dort Nachts auf der Küstenstrasse unterwegs...ohne Licht. Gesehen habe ich ihn nur kurz, dafür sehr lange gehört. Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, das der mit einem Nachtsichtgerät unterwegs war. Shocked
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Eulenspiegel
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 11, 2015 08:20:18    Titel: Antworten mit Zitat
 
[quote="wocyloh"]
Eulenspiegel hat Folgendes geschrieben:
Nochmal eine Frage dazu:
Tja Eule, die Frau vom ADAC [...]
Hätte ich sie per Fähre und Spedition nach Hause schieben müssen wäre ich wohl knapp bei 400€ Transportkosten gelandet, kann das also nur bedingt nachvollziehen.

Was wäre eigentlich gewesen, wenn Du ihr bei einem zweiten Anruf die letzteren Transportkosten angeboten hättest? Wäre sie darauf eingegangen? Rolling Eyes

...Hm, ich werde wohl bei der nächsten grossen Tour klären müssen, wie sich der TCS bei derartigen Sachen verhält, wenn ich mit meiner XJ900 einen Schaden habe, sodass sie nach Hause transportiert werden muss. Evil or Very Mad
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wocyloh
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BeitragVerfasst am: Do Jan 28, 2016 00:15:16    Titel: Antworten mit Zitat
 
So, long time no see.
Ich war seit meiner Tour im Forum in etwa so aktiv wie meine VX auf der Straße.
Da sich bei der Guten nun doch alles zum Besseren wendet ist es für mich verspätet an der Zeit die etwas kläglich zu Ende gegangene Sommertour 2015 noch einmal Revue passieren zu lassen.
Fangen wir also gleich an.
(Dank meinem kleinen Reisetagebüchlein kann ich mich an das meiste noch erinnern.)

18.8 Erlangen -> Marburg – 306km
Los gings am 18. August vor meiner Haustür in Erlangen. Zwei meiner Freunde, die mich auf der ersten Etappe begleiten wollten holten mich in aller Herrgottsfrüh ab und los rollten wir Richtung Norden. Der Plan war die Nordfahrt durch Deutschland komplett ohne Autobahn zu machen, also liefs nur über kleinere und größere Käffer Oberfrankens bis Schlüsselfeld. Aus dem Loch kamen wir kaum wieder raus, wir wissen immer noch nicht warum. Dann gings weiter nach Schweinfurt. Dort wurde gefrühstückt und meine Begleitung machte sich wieder auf den Heimweg. Als wir da ankamen wars mir schon gräuslich kalt, denn klein Flo hat natürlich seinen Nierengurt im Koffer. Nach Schweinfurt, mit Gurt, gings dann einigermaßen. Trotzdem war ich heilfroh am Ende bei meiner alten Schulfreundin & und ihrem Freund in Marburg anzukommen. Die haben mir am Nachmittag gleich noch die schöne Innenstadt ihrer neuen Heimat gezeigt. Ebenso studentenverseucht wie dahoam, nur etwas günstiger.


19.8 Marburg -> Oldenburg – 356km
Aufgewacht, nur Nebel draußen. Puh. Nach Frühstück, Packen und Verabschiedung sahs aber schon schön sonnig aus und weiter gings Richtung Norden. Zu meinem Erstaunen begann sehr schnell nach Marburg das Sauerland. Das kommt dabei raus, wenn kann in Erdkunde in der Schule immer gepennt hat. Hier kommt eine Hälfte meiner Familie her aber weil ichs eilig hatte wurde aus dem Zwischenstopp bei der entfernteren Verwandtschaft nichts.
Die Strecke hats mir dafür angetan, fast kein gerader Kilometer Asphalt und das auf Bundesstraßen. Besonders das Stück B236 nach Winterberg bleibt in Erinnerung:
Bergauf an LKWs auf extra Überholspuren vorbei durch Kurven düsen macht richtig Laune. Danach bliebs relativ unspektakulär, einzig ein kleiner Weg durch die Norddeutsche Tiefebene am Sumpf vorbei, vielleicht 3 Meter breit hats mir angetan. Am späten Nachmittag kam ich dann bei Oma in Oldenburg an wos freilich erstmal ne Suppe für den Enkel gab. Wink


20.8 Oldenburg -> Oldenburg – 0,00km
Einen Tag bei Oma geblieben, man sieht sie ja sonst nicht. 



21.8 Oldenburg -> Hamburg -> Travemünde - 330km
Schnell weiter nach Bremen, immer noch keine Autobahn. Dafür zweimal Fähre fahren. Da mir schon in Marburg aufgefallen war, dass ich mich beim übrigen Reifenprofil vielleicht eeeetwas verschätzt hatte hab ich in Hamburg beim Motorradreifen Hagemann gehalten. Der schaute einmal drauf und meinte in fantastischtem Hamburgerisch „Joa ne du, ich kann dir da schon zwo 45er BT draufziehen, die hab ich da. Aber ich sach ma, mit den Pneus kommst du locker noch 3000km durch Skandinavien, wär also ne ganz schöne Geldschverschwendung“. Für die Ehrlichkeit gabs von mir was für die Trinkgeldkasse und ich fuhr weiter. Erstmal zur örtlichen Tante, denn ich wollte mir noch nen Schlauchschal besorgen. Dann nichts wie fort gen Norden. In (nach) Lübeck dann erstaunen, dass ich Maut für den Tunnel zahlen muss. Aus dem zurückfahren wird für mich alten Geizhals dann wohl nichts, ich muss in Travemünde bleiben. Da hab ich dann noch etwas für Skandinavien eingekauft: 2 Flaschen Schnapps, man weiß ja nie. An der Hafenmeile noch mit einem Duisburger/Kölner Harleyfahrer geschnackt und irgendwie auf Teufel komm raus die 6h Wartezeit bis zum Eröffnen des Fährenkais rumgebracht. Denn was anderes als die billige Nachtfahrt ohne Kabinenpflicht kommt für unseren Vorzeigestudi natürlich nicht in Frage. Wink Mein Tipp für mich für nächstes mal: unter den Treppen ist es schön dunkel und umherlaufen tut nachts auch kaum einer.
Am Anleger weit und breit kein weiteres Motorrad geschweige denn eine zweite VX zu sehen. Wieso eigentlich nicht?


22.8 Trelleborg -> ca. Hamneda – 226km
Hej Sverige!
Endlich bin wieder hier wo ich vor 4 Jahren mit dem unmotorisierten Zweirad von der Fähre kam. Erster Stopp beim Lidl, Frühstück besorgen und Preise auskundschaften. Sieht gut aus, Euro teurer, SEK etwas günstiger. 1 zu 10 geht mittlerweile recht gut auf. Vor der Tür einen etwas älteren Schweden getroffen der mich erstmal auf Deutsch angesprochen der mir die 108 zum Moppedfahren empfiehlt. Nach wenigen Kilometern auf derselben merke ich aber schnell, dasss die eher was für Cruiserfahrer ist. Also schnell wieder runter und der nächstbesten kleinen Straße nach. Bei allerbestem Sonnenwetter gings dann erstmal kreuz und quer durch Südschweden. Ohne Ziel, einfach immer zusehen dass ich nicht südwärts fahre. Mittagspause am See bei Hässleholm. (56.119864, 13.734653). Danach geht’s weiter nach Markaryd zum Supermarkt um etwas koffeinhaltiges zu besorgen, der Schlaf auf der Fähre war dann wohl doch nicht so gut. Dort treffe ich eine Familie aus Kassel, die beim 30km entfernten Hamneda (56.695425, 13.802417) Urlaub machen. Der Vater ist selber Motorradfahrer und kennt Urlaub alleine, deshalb werde ich kurzerhand zum Abendessen eingeladen. Also wird gegrillt, geredet und gebiert. Dank ihnen weiß ich jetzt: WOB = „Werksangehöriger ohne Bargeld“. Nichtmal mein Zelt musste ich aufbauen, es gab noch eine freie Hütte für mich und meinen Schlafsack.


23.8 Hamneda -> Emalund – 264 km
Nach dem Frühstück mit den 3 rolle ich wieder los. Nach kurzer Zeit treffe ich ein Rudel BMW Fahrer. Wie sich herausstellt ist das der Schwedische BMW Fanclub aus VÄXJO der in der Gegend eine kleine Tour fährt. Denen bin ich natürlich erstmal hinterhergefahren in der Hoffnung auf schöne Strecken. Ich wurde nicht enttäuscht, es ging herrlich flott durch winzige Dörfer und schmale Straßen. Ansonsten war der Tag relativ ereignislos. Als es dunkel wurde war ich in Ulricehamm und langsam auf der Suche nach einer Bleibe für die Nacht. Mit dem Fahrrad 2011 war das nie ein Problem aber mit der Großen stell ich mich ganz schön dämlich dabei an einen Platz fürs Wildcampen zu finden. Südschweden ist leider doch ziemlich verbaut und versperrt und alle 10m anhalten gestaltet sich leider auch nicht so einfach mit 300 statt 30 Kilo unter mir. Ich hoffe nördlich der 40er Straße Richtung Göteborg ein schönes Plätzchen nahe der Straße zu finden aber irgendwie hab ich das einfach nicht raus. In Hökerum finde ich dann jemanden den ich fragen kann. Wie sich herausstellt eine semi-ausgewanderte Deutsche mit vor Ort wohnender Tochter. Wieder werde ich spontan zum Essen eingeladen und darf mein Zelt vor der liebevoll weitgehend selbstgezimmerten Hütte in den Garten stellen. Auch hier wird wieder bis spät Abends geredet und Tipps für den Norden getauscht.



24.8 Emalund –> Ramsvikland
Heute geht’s erst spät los. Ich komm nicht drum rum Heidi anzubieten ihr noch etwas an ihrer Hütte zu helfen. Ihr neuer Eingangsbereich muss noch gestrichen werden (Elchblutrot natürlich Wink ) und ich komm mit meinen 1,89 einfacher an die Decke ran. Letztendlich kam ich erst am Nachmittag los. Anfangs war das Wetter wieder superschön und die VX wurde schotterentjungfert. Für mich wieder ne ganz neue Erfahrung aber man gewöhnt sich flott dran und aus den anfänglichen 10km/h wurden schnell 40,50. Kurzer Stopp in Trollhättan zum Einkaufen, hier merke ich dass an einem beschlagenen Tag sogar Schweden so depressiv aussehen kann wie ein deutsches Industriegebiet. Wieder was gelernt. Beim Weiterfahren fängt es natürlich das Pissen an. Ein Campingplatz wär also recht willkommen, mir geht ja auch wieder ne Dusche ab. Ich frag mein internetloses Smartphone nach Campingplätzen in der Gegend (in OSM) und finde auch einen; der liegt ein gutes Stück im Norden. Also nichts wie los, diesmal Autobahn, es regnet echt schlimm mitlerweile. Nettes Detail, bei pissigem Wetter grüßen einen sogar Harleyfahrer von der gegenüberliegenden Spur mit hoch erhobener Hand. Nass sein schweißt halt zusammen. Ziemlich nass angekommen stelle ich fest: Ist kein Campingplatz, nur ein ausgeschriebener WohMo-Stellplatz. Scheisse. Nochmal aufs Handy geschaut, nächster ist Ramsvik Camping, nochmal gut 40km entfernt. Mir frierts mitlerweile alles zam auf meiner Hummel und ich kann die eigentlich echt schöne Strecke zur Insel Ramsvik garnicht wirklich genießen. Möchte einfach nurnoch ankommen. Nach einer gefühlt endlosen knappen ¾ Stunde komm ich endlich bei dem Edel-Campingplatz an. Rezeption hat zu. Klasse. Also frag ich im Restaurant nach, man klingelt mir einen Verantwortlichen herbei. Der bietet mir dann eine der leerstehenden 3 Persönenhütten für den Preis eines Zeltplatzes an. Immernoch knapp 20€ aber das ist mir grad herzlich wurscht. Dazu gibt’s Handtücher und den schnellsten Weg zur Dusche. Die Hütte selbst ist klasse, unten zwei kleine Räume mit Mini-Küchenzeile + Klo, oben ein Matrazenlager. Dusche hingegen ein Witz. Tokens einwerfen, 2 Minuten duschen. 1 Minute warten. Repeat. Keine Ahnung was da los war.


25.8 Ramsvikland -> Kungbäck – 266km
Aufstehen, Scheisswetter. Fantastisch! Tue also mein möglichstes eines meiner Handschuhpaare mit Tape & Gefriertüten Regenfest zu machen. Das sieht zuminest schonmal lustig aus. Danach geht’s weg von der eigentlich hübschen aber leider gerade viel zu grauen Insel Ramsvik. In Anbetracht des Mistwetters nehme ich wieder die E6 gen Norwegen. Da das Essen & Trinken in Norge so viel teurer ist, möchte ich in Schweden nochmal zum Einkaufen kommen. Da kommt mir der riesen Konsumtempel Nordby, knapp südlich der Grenze, gerade recht. Da auch die Norweger gerne vom doch deutlich billigeren Einkauf in Schweden profitieren findet sich praktisch vor jedem Grenzübergang so ein Mordstrumm von Einkaufsmeile. Besonders Alk & Fleisch geht hier innerskandinavisch weg wie warmes Bier und Würstchen. Nicht die beste Analogie glaube ich. Außerdem hock ich mich bei einem Kaffee und freiem W-Lan in die Gaststätte zum goldenen „M“. Der Wetterbericht verheißt nichts gutes, die Suppe und der Regen bleiben erstmal so. Umso schöner, da mir jeder erzählt wie toll und ungewöhnlich sonnig der Sommer davor gerade war. Hier ist so ziemlich der Tiefpunkt meiner Reise. Ich sitze verhältnismäßig lange da und überlege was ich denn machen soll. Letztendlich reicht es nurnoch um zum nächsten Campingplatz zu fahren, auch in der Hoffnung vielleicht jemanden zu treffen mit dem was anderes machen kann als von einem Wolkenbruch nach dem anderen durchweicht zu werden. Im Internet mache ich dann Lökholmen ausfindig. Dort angekommen ist das aber der wohl „dauercampingste“ & „töteste“ Campingplatz den ich bisher gesehen habe. Direkt nebendran ist zum Glück der deutlich kleinere (und günstigere) Platz Kungsvik. Auch hier stehen eigentlich nur häuslich eingerichtete Dauercamper, das große Plus ist aber die andere Gesellschaft. Zwei Studis aus Würzburg sind ebenfalls zum Zelten da. Also Bier auf, Brotzeit, Schokolade teilen, Strand besuchen & Kartenspiele spielen. Die zwei haben mir a) den Tag gerettet und b) den super Tipp für den nächsten gegeben.


26.8 Kungbäck -> 59.287041, 13.303329 – 220km
Das Paar hat mir von einem Naturpark am Vänern bei Karstad berichtet bei dem ein Kleiner Unterstand mehr oder minder mitten im See stehen soll. Da sie ihn mir so wärmstens empfohlen haben und ich nichts wirklich anderes vorhatte ging ich das für den Tag an. Der kürzeste Weg dorthin führt durch Norwegen und wieder hinaus. Am Grenzübergang werde ich tatsächlich rausgewunken, nachdem ich aber meine 2 Schnappsflaschen bereitwillig vorzeige und anmerke, dass ich aus Norwegen erstmal wieder rausfahre lassen sie mich gleich weiter. Die Straßen hier sind erstmal ganz nett zu fahren, trocken ist es auch. Dafür immer noch himmelschreiend kalt und ich bemerke jetzt schon dass mir ab und an die Augen leicht zugehen. Geht relativ ereignislos weiter über die großen Straßen bis kurz vor Karlstad, Schweden. Hier wird südlich auf die Halbinsel abgebogen und über Asphalt und ziemlich groben Schotter bis zum Ende der Straße gefahren. Hier ist der Parkplatz des Naturreservates und ein weiterfahren für Normalsterbliche leider verboten. Also mach ich meine 7 Sachen am Motorrad fest die ich nicht tragen und pack den Rest auf meine Schultern und lauf die übrigen 1,6km zum Steg und damit der Hütte. Die hält was mir versprochen wurde. Der weg über den Steg quer durch mannshohes Schilf ist herrlich anzusehen und auf der kleinen Insel im Vänern bin ich danach ganz allein. Der Unterstand hat sogar einen kleinen Ofen und jede Menge Holz zum Anschüren. Die einsame Atmosphäre tut ihr übriges und man verfällt ins Grübeln über sich, die Welt und den ganzen Rest.


27.8 Vänern – Oslo - ~220km
Ich schäle mich nach 1h unwilligem Beäugen des tiefgrauen Wetters aus dem wohlig warmen Schlafsack und mach auf zurück zu meinem Krad. Dummerweise lasse ich die trockenen Wanderschuhe an, in der Hoffnung, dass sie es auch bleiben. Die Motorradstiefelchen sind schon sehr lange sehr, sehr nass. Auf dem Schotterweg zurück treffe ich ein Rentnerpaar aus Memmingen, aweng a Heimat für den unterkühlten Franken (und damit wenigstens und maximal Halbbayer). Die sind ebenso erstaunt wie ich über das unwahrscheinliche Treffen und man ist sich einig, dass es sogar „z‘ nass zum Schwammerlsuchn“ ist. Mit einem Lächeln geht’s weiter auf die E18 gen Norwegen, denn von Mittelschweden hab ich langsam genug. Und da kommt das Unwetter, mal wieder. Innerhalb von 2 Minuten bin ich wieder bis auf die Knochen durchgeweicht, Regenjacke über Textilkombo zum Trotz. Ich rette mich unter die nächste Tankstelle. Dies ist der in Retroperspektive wohl wichtigste und glücklichste Moment meiner Reise. Hier steht nämlich, ebenfalls schutzsuchend, ein großer Haufen Finnen aus Turku, auf dem Weg nach Norwegen auf ein Motorradtreffen. Man unterhält sich ein paar Takte, einer der älteren Jungs hat mal eine Frau in Bayern gehabt und erkennt das Pickerl aufm Kennzeichen. Nach ein paar Minuten, das Wetter legt sich etwas, packt es das Gespann weiter gen Osten und hinterlässt mir den Vorschlag doch auch nach Norwegen zu kommen. Keine Schlechte Idee denke ich mir, aber vorher möchte ich in eine Herberge und meinen Kram endlich mal trocken kriegen. Es folgt eine kalte, nasse Marterfahrt entlang der E18 mit einem Stopp in jeder größeren Stadt und offenen Frage ob es denn hier ein Vandrarhem gebe. Die Antwort bleibt: „Inte här, men in Töckfors“. Dort angekommen dann weitere Ernüchterung, die Jugendherberge ist komplett ausgebucht. Also abermals in den örtlichen McDonalds ins freie Wlan. Schnell merke ich, dass in 50km Umkreis keine bezahlbare Herberge aufzutreiben ist, da erinnere ich mich an einen weiteren Tipp der beiden Würzburger: AirBnB.
Also App runterladen und nach Sachen in der Umgebung suchen, Fehlanzeige. Auch Courchsurfing ist nicht ergiebig und ich möchte auch keiner der ollen „Crasher“ sein die nur zum Pennen vorbeischaun und gleich wieder abdüsen. Ich muss wohl oder übel in Oslo schauen. Die Hostelpreise dort sind ein Witz. Nichts unter 20€/Nacht zu haben bei gleichzeitig miserablen Bewertungen. Nochmals AirBnB für die norwegische Hauptstadt angeworfen und siehe da: Hier findet sich etwas. Ich mache eine Nacht bei einem ausgewanderten Niederländer klar und bezahle gleich per Kreditkarte. Das ist dann wohl diese Zukunft von der alle reden; gefällt mir garnicht mal so schlecht. Leider kann ich erst ab 21 in die Wohnung, er kommt selbst erst aus Dänemark heim. Die übrige Zeit nutze ich im wie selbstverständlich grenznahen Riesensupermodegartenhausfleischbiermarkt um mich noch etwas einzudecken. Diesmal bin auf der Pirsch nach trockenen(!) Socken und Hosen. Um Halb 8 mache ich mich auf über die Grenze, zurück nach Norwegen und ein letztes Mal aus Schweden raus.

Vi ses, mitt älskade land.

In Oslo kriege ich einen ersten Vorgeschmack auf norwegische Tunnel, nur sind diese hier noch beleuchtet und trocken. Bei meinem Gastgeber krieg ich dann das Rundumpaket: Ein Abendessen, soviel heißes Wasser wie ich möchte und persönliche Tipps für Fjordnorwegen. Und das Beste: Die Möglichkeit alle meine Klamotten trocken zu kriegen.


28.8 Oslo -> Fyresdal – ca. 260km
Ich verabschiede mich für meine Verhältnisse früh und mache mich auf zu meiner 4-5h Tour zur Troll-Rally in Fyresdal! Aus Oslo rauskommen dauert ein Weilchen, dafür kann man sich an den ganzen Tesla Model S’s die hier herumfahren kaum sattsehen. Norwegen macht bei der Elektromobilität irgendwas richtig. Oder sie wissen nicht wohin mit ihrem Petrodollar Wink. Als es nach Drammen von der mehrspurigen Straße abgeht beginnt der hübscheste Teil des Urlaubs: Ein fantastisches Panorama jagt das nächste, endlos lange Straßen ziehen sich durch endlos lange Schluchten. Und das wieder bei bestem Wetter! Angekommen hab ich das erstmal im Norden Bier im Supermarkt gekauft. 4€ / Dose ca. Autsch, aua. Aber 4 Stück hab ich mir für das Treffen dann doch gegönnt. Ich hab gleich beim Einfahren die Finnencrew wieder getroffen, bei denen ich dann auch gleich mein Zelt aufgeschlagen habe. Mit einem Erlanger Kennzeichen fiel ich da oben dann doch etwas auf. Eine ausgewanderte Hoferin und eine Dame aus Thüringen kamen auf mich zu. Beide warnten mich vor den Trinkgewohnheiten der Finnen. Um alle Klischees zu bestätigen war die Truppe auch genau so drauf. Jeder hatte mindestens 2 kleine Fläschchen Schnapps dabei (zusätzlich zu seinem vor Ort gekauften Bier) und ich gesellte mich mit Pfefferminztee mit Schuss dazu. Im Endeffekt verhielt sich das Treffen wie Metalfestivals sonst. Man redet, lacht, isst & trinkt viel. Nur statt dazwischen Konzerte anzuschaun tigert man eben herum und begafft anderer Leute Motorräder.


29.9 – Troll Rally
Mehr Essen – Mehr Trinken – Mehr Reden – Mehr Motorräder
Aber auch hier keine 2. VX. Eine große Schwester in Form einer GSX1100G habe ich gesichtet, das wars.


30.8 Fyresdal -> Bergen – ca.360km
Großes Ziel Bergen! Die Welt-Black Metal-Hauptstadt darf auf meiner Tour natürlich nicht fehlen. Also ohne den überwundenen leichten Kater in den Sattel und gen Nordwesten. Über Dalen & Amot auf die E134. Kurz vor einer Schlechtwetterfront wird angehalten und wieder die Regenklamotten übergestreift. An der gleichen Bushaltestelle steht auch ein Trio eines Bergener Motorradclubs. 2x Goldwing, 1x Kawa Ninja. Da ich die Strecke selbst nicht kenne bieten sie mir an vorneweg zu fahren. Ich kenne die Strecke nicht also nehme ich natürlich liebend gern an. Nun lerne ich dann zwei Dinge über Norwegen die mir in Erinnerung bleiben: Die fast unbeleuchteten, klitschnassen, sauengen Tunnel. Teilweise ziehen die sich dann auch noch wie Korkenzieher aufwärts durch die Berge. Und, was noch gruseliger war: Wie Norweger auf diesen Straßen und in diesen Tunneln Motorrad fahren. Das eigentliche Limit von 80km/h haben wir ab und zu mal eingehalten wenn ein Auto vor uns fuhr. Sonst schossen die 2 älteren Herren und die bildschöne Tochter des einen über diesen praktisch nie trockenen Asphalt hinweg, dass ich mit meiner vollbeladenen 34PS Hummel mehr als einmal Mühe hatte Schritt zu halten. Und so Sachen wie 140 im 551er Tunnel von Odda nach Westen wollte ich dann auch einfach nicht mitmachen. Im Endeffekt kamen wir dann doch alle gleichzeitig bei der Fähre in Jondal an. Nach dem Übersetzen nach Tørvikbygd wurde ich an eine andere Fahrerin aus Bergen weitervermittelt die mir den Weg zeigen wollte. Auch diese überholte alles was nicht bei 3 auf dem Baum war, wartete dann aber nett, bis ich aufschloss. Im Endeffekt bin ich bis dato nie so schnell durch Kurven, geschweige denn nasse. Hier habe ich gelernt, dass man sich selbst auf relativ alte Avon Pellen noch gut verlassen kann. Die furchteinflößendste aber auch beste Tagesetappe die ich bisher irgendwo gefahren bin. In Bergen begleitete mich dann sogar noch dritter Fahrer von der Rally bis zur Jugendherberge. Hier kostete die Nacht ca. 17€ im Schlafsaal inklusive Frühstück. Für Norwegen wirklich günstig.


31.8 – Bergen -> Bergen
Tag X.
Ich habe nur eine kleine Tour geplant, möchte eigentlich die Fantoft stavkirke besuchen und noch ein wenig die Fjorde um Bergen erfahren. Der Himmel überm sonst so regnerischen Bergen erstrahl in hellstem Blau. Leider schaffe ichs nicht mal bis zu Kirche. An einem Speedbump vor mir hält ein Kleintransporter, ich hinter ihm. Plötzlich leuchten die weißen Rückfahrleuchten auf und bevor ich reagieren kann (in irgendeiner weise) macht es *bumm* und mein Mopped liegt mir mir auf der Seite. Der junge norwegische Maurermeister wusste garnicht recht wie ihm (oder eher mir) geschah. Aber das wars dann erstmal mit dem Motorradurlaub.
Es folgten ein hin & her mit Versicherung, ADAC und den fantastischen Leuten im VX Forum und endete mit meiner Rückfahrt über Hirtshals 3 Tage später. Ich habe versucht die Zeit in Bergen noch etwas zu nutzen und bin mit anderen Gästen des Hostels durch die Stadt und die Abende getigert.
Ich werde auf jeden Fall zurückkommen. Dieses Jahr.

Danke für die Aufmerksamkeit. Smile
Ich werde die Sache in den kommenden Tagen noch etwas vervollständigen (Fotos!).
Alles auf einmal sauber formatieren find ich in Foren immer sehr, sehr anstrengend, gerade wenn man es vorher so schön in Word hatte. Wink
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Mein Motorrad ist älter als ich, des basst scho.
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